Für eine innovative und patientenorientierte Gesundheitsversorgung.
§ 64e SGB V - Modellvorhaben regelt die rechtlichen Grundlagen
Zum 1. April 2024 traten die gesetzlichen Regelungen zum Modellvorhaben in Kraft. Darauf basierend erfolgte die vertragliche Umsetzung durch den GKV-Spitzenverband und die Leistungserbringer zum 1. Juli 2024.
Das Modellvorhaben ist in die nationale Strategie für Genommedizin, die Digitalisierungsstrategie für das Gesundheitswesen und die Pflege des BMG eingebunden. Es strebt die Nutzung der Genomsequenzierung zum Wohle der Patientinnen und Patienten als einen innovativen Bestandteil der Regelversorgung in Deutschland an.
Gleichzeitig dienen diese Vorhaben der Stärkung der nationalen und internationalen genommedizinischen Forschung im Sinne einer wissensgenerierenden Versorgung.
Der Bundesrat hat am 5. Juli 2024 beschlossen, der Verordnung zum Modellvorhaben zur umfassenden Diagnostik und Therapiefindung mittels Genomsequenzierung bei seltenen und bei onkologischen Erkrankungen (Genomdatenverordnung - GenDV) zuzustimmen.
Über einen Zeitraum von fünf Jahren wird ab Juli die Genomsequenzierung bei Betroffenen mit Krebs und Seltenen Erkrankungen bundesweit einheitlich an den beteiligten klinischen Zentren ermöglicht werden. Die Leistungen im Rahmen des Modellvorhabens werden mit 700 Millionen Euro von den gesetzlichen Krankenkassen finanziert.
Am 11. Juli 2024 wurde die Genomdatenverordnung im Bundesgesetzblatt verkündet: https://www.recht.bund.de/de/home/home_node.html.
Datum des Inkrafttretens ist damit der 12.7.2024.
Beteiligte Einrichtungen
Beteiligte klinische Einrichtungen
Die Zulassung geeigneter klinischer Einrichtungen als Leistungserbringer im genomDE Modellvorhaben erfolgt durch den Spitzenverband Bund der Krankenkassen (GKV-SV). Leistungserbringer müssen unter anderem über ein qualitätsgesichertes, interdisziplinäres und multiprofessionelles Versorgungsangebot verfügen sowie die Aufgaben zur Diagnostik und Therapiefindung nach Absatz 2 § 64e SGB V übernehmen. Der GKV-SV prüft das Vorliegen der Voraussetzungen und entscheidet über die Berechtigung des antragstellenden Leistungserbringers zur Teilnahme an dem Modellvorhaben.
Weitere aktuelle Informationen finden Sie hier.
Stand 01.06.2026
Universitätsklinikum Aachen (SE & OE)
Charité Berlin (SE & OE)
Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum (SE)
Universitätsklinikum Bonn (SE & OE)
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden (SE & OE)
Universitätsklinikum Düsseldorf (SE & OE)
Universitätsklinikum Erlangen (SE & OE)
Universitätsklinikum Essen (SE & OE)
Universitätsmedizin Frankfurt/Main (SE & OE)
Universitätsklinikum Freiburg (SE & OE)
Universitätsklinikum Gießen und Marburg, Standort Gießen (OE)
Universitätsklinikum Gießen und Marburg, Standort Marburg (OE)
Universitätsmedizin Göttingen (SE & OE)
Universitätsklinikum Halle/Saale (OE)
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (SE & OE)
Medizinische Hochschule Hannover (SE & OE)
Universitätsklinikum Heidelberg (SE & OE)
Universitätsklinikum Jena (SE & OE)
Universitätsklinikum Köln (SE & OE)
Universitätsklinikum Leipzig (SE)
Universitätsklinikum Madgeburg (SE)
Universitätsmedizin Mainz (SE & OE)
Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München (SE & OE)
Klinikum der Technischen Universität München (SE & OE)
Universitätsklinikum Münster (SE & OE)
Universitätsklinikum Regensburg (SE & OE)
Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (SE & OE)
Universitätsklinikum Tübingen (SE & OE)
Universitätsklinikum Ulm (SE & OE)
Universitätsklinikum Würzburg (SE & OE)
(SE - Bereich seltene Erkrankungen, OE - Bereich onkologische Erkrankungen)
Klinischen Datenknoten und Genomrechenzentren
Das BfArM ist als Plattformträger gemäß § 64e Absatz 9 Satz 4 Nummer 1 SGB V zuständig für die Zulassung von klinischen Datenknoten und Genomrechenzentren. Diese Institutionen bilden wichtige Elemente der Datenplattform im genomDE Modellvorhaben.
Folgende klinische Datenknoten und Genomrechenzentren wurden nach Antragsprüfung (z.T. unter aufschiebender Bedingung) zugelassen (Stand 27.06.2024):
Klinische Datenknoten
Klinischer Datenknoten Dresden (zKDK-ET), Universitätsklinikum Dresden
Klinischer Datenknoten Heidelberg (NCT/DKTK/MASTER), Nationales Centrum für Tumorerkrankungen Heidelberg
Klinischer Datenknoten Köln (nNGM), Universitätsklinikum Köln
Klinischer Datenknoten Leipzig (DK-FBREK), Universität Leipzig
Klinischer Datenknoten Leipzig (DK-FDK), Universität Leipzig
Klinischer Datenknoten Tübingen (DNPM), Universitätsklinikum Tübingen
Klinischer Datenknoten Tübingen (NSE), Universitätsklinikum Tübingen
Genomrechenzentren
Genomrechenzentrum Berlin, Max Delbrück Center Berlin
Genomrechenzentrum Dresden, Technische Universität Dresden
Genomrechenzentrum Heidelberg, Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg
Genomrechenzentrum Köln, Universität zu Köln
Genomrechenzentrum München, Technischen Universität München
Genomrechenzentrum Tübingen, Universität Tübingen