Datenschutzerklärung
I. Der Verantwortliche im Sinne der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und anderer nationaler Datenschutzgesetze der Mitgliedsstaaten sowie sonstiger datenschutzrechtlicher Bestimmungen
Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte
Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3
53175 Bonn
Telefon: +49 (0)228 99 307-0
Telefax: +49 (0)228 99 307-5207
E-Mail: poststelle@bfarm.de
Website: www.bfarm.de
Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) unterliegt als selbständige Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) den Bestimmungen der Datenschutz-Grundverordnung und des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG).
II. Der Datenschutzbeauftragte des Verantwortlichen
Optionen für die Kontaktaufnahme:
- E-Mail: datenschutz@bfarm.de
- Telefon: +49 (0)228 99 307-0
- Besonderes Behördenpostfach (beBPo) - Empfänger: „Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Justitiariat“
- Bundesportal für Anträge und Betroffenenrechte nach Datenschutz-Grundverordnung
III. Allgemeines zur Datenverarbeitung: Bereitstellung der Website und Erstellung von Logfiles
1. Umfang der Verarbeitung personenbezogener Daten:
Bei jedem Aufruf der Internetseite werden automatisiert Daten und Informationen vom Computersystem des aufrufenden Rechners verarbeitet.
Folgende Daten werden hierbei erhoben:
- die IP-Adresse des zugreifenden Rechners
- die aufgerufene Seite
- Datum und Uhrzeit der Serveranfrage
- Typ und Version Ihres Internet-Browsers (Browser-Programm)
- verwendetes Betriebssystem
- die zuvor besuchte Seite (Referrer-URL)
Die Daten werden anhand eines sog. Session-Cookies auf dem Rechner der Nutzenden gespeichert und von diesem an unsere Seite übermittelt.
Im Anschluss wird die IP-Adresse aus Gründen der Informationssicherheit vorübergehend gespeichert und im Folgenden durch Kürzung anonymisiert vorgehalten.
Protokolldaten, Schnittstellendaten und Protokollierungsdaten werden außerdem dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zur Abwehr von Gefahren für die Kommunikationstechnik im erforderlichen Umfang zur Verfügung gestellt.
Soweit eine weitergehende Verarbeitung von personenbezogenen Daten erfolgt, wird diese an auf den zugehörigen Abschnitt in dieser Erklärung verwiesen.
2. Rechtsgrundlage für die Verarbeitung personenbezogener Daten
Rechtsgrundlage für die vorübergehende Speicherung der IP-Adresse beim Aufruf der Webseite und für die unmittelbare Zeit danach ist Artikel 6 Absatz 1 Unterabsatz 1 Buchstabe e DSGVO in Verbindung mit § 3 BDSG in Verbindung mit § 1 Absatz 1 und 3, § 4 Absatz 1 und 4 BGA-NachfG in Verbindung mit § 77 Absatz 1 AMG und § 64e SGB V.
Rechtsgrundlage für die Weitergabe der Daten an das BSI ist Artikel 6 Absatz 1 Unterabsatz 1 Buchstabe c DSGVO in Verbindung mit § 8 BSI-Gesetz (BSIG).
3. Zwecke der Datenverarbeitung
Die Speicherung der oben genannten Daten erfolgt, um eine Auslieferung der Website an die Rechner der Nutzenden zu ermöglichen.
Die anschließende Speicherung der Daten erfolgt zum Schutz unserer informationstechnischen Systeme vor Hackerangriffen sowie der Optimierung unseres Internetangebots und zur Erfüllung der gesetzlichen Pflicht zur Verfügungstellung der Daten an das BSI.
4. Datenlöschung und Speicherdauer
Die vorübergehende Speicherung der IP-Adresse des Nutzenden erfolgt für die Dauer der Sitzung als sogenannte Session-Cookies, deren Gültigkeit nur für die Dauer der jeweiligen Sitzung erhalten bleibt.
Die IP-Adresse wird unmittelbar danach bis zu 24 Stunden ungekürzt gespeichert, danach erfolgt eine Anonymisierung durch Kürzung der IP-Adresse. Die anonymisierte IP-Adresse wird bis zu 4 Tagen gespeichert.
5. Empfänger oder Kategorien von Empfängern
Protokolldaten unserer Internetseite übermitteln wir nur, soweit dazu eine rechtliche Verpflichtung besteht oder zur Abwehr von Angriffen auf die Kommunikationstechnik des Bundes und zur anschließenden Rechts- oder Strafverfolgung. Eine Weitergabe in anderen Fällen erfolgt nicht.
Das BSI darf gemäß § 8 BSIG zur Abwehr von Gefahren für die Kommunikationstechnik des Bundes die Protokolldaten und Schnittstellendaten in eigener Verantwortung erheben und auswerten.
Mehr über die beim BSI erfolgenden Verarbeitungen erfahren Sie in der Datenschutzerklärung des BSI unter Punkt 2, „Abwehr von Schadprogrammen und Gefahren für die Kommunikationstechnik des Bundes“.
6. Widerspruchs- und Beseitigungsmöglichkeit
Die Erfassung der Daten zur Bereitstellung der Website und anschließende vorübergehende Speicherung der Daten in Logfiles ist für den Betrieb der Internetseite zwingend erforderlich. Es besteht folglich seitens der Nutzenden keine Widerspruchsmöglichkeit.
Da die anschließende Speicherung der Daten ohne Personenbezug erfolgt, ist ein Widerspruch nicht möglich.
IV. E-Mail-Kontakt
1. Beschreibung und Umfang der Datenverarbeitung
Eine Kontaktaufnahme ist über die im Impressum und Kontakt bereitgestellte E-Mail-Adresse möglich. In diesem Fall werden die mit der E-Mail übermittelten personenbezogenen Daten der Nutzenden gespeichert.
2. Rechtsgrundlage für die Datenverarbeitung
Rechtsgrundlage für die Verarbeitung der Daten, die im Zuge einer Übersendung einer E-Mail übermittelt werden, ist Artikel 6 Absatz 1 Unterabsatz 1 Buchstabe e DSGVO.
3. Zweck der Datenverarbeitung
Im Falle einer Kontaktaufnahme per E-Mail dient die Speicherung der E-Mail-Adresse dazu, Absendern antworten zu können.
4. Dauer der Speicherung
Die Daten werden gelöscht, sobald sie für die Erreichung des Zweckes ihrer Erhebung nicht mehr erforderlich sind und Vorschriften zur Aufbewahrung, insbesondere die „Registraturrichtlinie für das Bearbeiten und Verwalten von Schriftgut in Bundesministerien“, welche in Bundesbehörden analog zur Anwendung kommt, nicht mehr entgegenstehen. Nach dieser werden die eingegebenen personenbezogenen Daten und Konversationen für einen Zeitraum von 1 Jahr zu den genannten Zwecken gespeichert. Sie werden nicht an Dritte weitergegeben.
5. Empfänger oder Kategorien von Empfängern
Es erfolgt in diesem Zusammenhang keine Weitergabe der Daten an Dritte. Die Daten werden ausschließlich für die Verarbeitung der Konversationen verwendet.
6. Widerspruchs- und Beseitigungsmöglichkeit
Nutzende haben jederzeit die Möglichkeit, der Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten zu widersprechen. Alle personenbezogenen Daten, die im Zuge der Kontaktaufnahme gespeichert wurden, werden in diesem Fall gelöscht. In einem solchen Fall kann die Konversation nicht fortgeführt werden.
V. Verlinkung zu LinkedIn
Auf unserer Webseite ist ein Link zu unserem LinkedIn-Profil integriert. Wenn Sie unsere Webseite besuchen, werden noch keine Daten an LinkedIn übertragen. Erst wenn Sie aktiv auf den entsprechenden Link klicken, werden Sie auf unser Profil bei LinkedIn weitergeleitet. Durch diesen Aufruf der LinkedIn-Webseite werden Daten des Nutzers (z. B. IP-Adresse, Browsertyp, Datum und Uhrzeit des Aufrufs) an LinkedIn übertragen und von LinkedIn verarbeitet. Sofern Sie während des Klicks in Ihrem persönlichen LinkedIn-Konto eingeloggt sind, kann LinkedIn den Besuch unserer Seite Ihrem Profil zuordnen.
Wir haben keinen Einfluss auf die Datenverarbeitung durch LinkedIn. Zweck und Umfang der Datenerhebung sowie die weitere Verarbeitung und Nutzung der Daten durch LinkedIn können Sie bitte den Datenschutzhinweisen von LinkedIn entnehmen: https://www.linkedin.com/legal/privacy-policy. Für diese Verlinkung gilt Entsprechendes.
Die Verlinkung mit unserer LinkedIn-Präsenz erfolgt auf Grundlage unserer Aufgabe einer zeitgemäßen und zielgruppenorientierten Information und Kommunikation über das Modellvorhaben Genomsequenzierung gemäß Artikel 6 Absatz 1 Unterabsatz 1 Buchstabe e DSGVO.
VI. Veranstaltungen
Sollten Sie sich für Veranstaltungen des BfArM anmelden, werden Ihre Daten zum Zwecke der Organisation und Durchführung verarbeitet. Weitere Hinweise zum Datenschutz bei Veranstaltungsanmeldungen finden Sie auf der jeweiligen Termin-Seite. Der LINK zur Veranstaltungsseite wird eingefügt sobald die Seite zur Anmeldung live geschaltet ist.
VII. Rechte der betroffenen Person
Werden personenbezogene Daten von Nutzenden verarbeitet, sind diese Betroffene im Sinne der DSGVO. Als solche stehen den Nutzenden verschiedene Betroffenenrechte gegenüber dem BfArM als Verantwortlichen zu.
Diese Betroffenenrechte können auf mehreren Wegen geltend gemacht werden. Sie können uns gerne per E-Mail an genomDE@bfarm.de kontaktieren.
1. Auskunftsrecht
Nutzende können von uns als dem Verantwortlichen eine Bestätigung darüber verlangen, ob personenbezogene Daten, die sie betreffen, von uns verarbeitet werden.
Liegt eine solche Verarbeitung vor, können Nutzende von dem Verantwortlichen folgende Informationen Auskunft verlangen:
- die Zwecke, zu denen die personenbezogenen Daten verarbeitet werden;
- die Kategorien von personenbezogenen Daten, welche verarbeitet werden;
- die Empfänger bzw. die Kategorien von Empfängern, gegenüber denen die sie betreffende personenbezogene Daten offengelegt wurden oder noch offengelegt werden;
- die geplante Dauer der Speicherung der die Nutzenden betreffenden personenbezogenen Daten oder, falls konkrete Angaben hierzu nicht möglich sind, Kriterien für die Festlegung der Speicherdauer;
- das Bestehen eines Rechts auf Berichtigung oder Löschung der die Nutzenden betreffenden personenbezogenen Daten, eines Rechts auf Einschränkung der Verarbeitung durch den Verantwortlichen oder eines Widerspruchsrechts gegen diese Verarbeitung;
- das Bestehen eines Beschwerderechts bei einer Aufsichtsbehörde;
- alle verfügbaren Informationen über die Herkunft der Daten, wenn die personenbezogenen Daten nicht bei der betroffenen Person erhoben werden;
- das Bestehen einer automatisierten Entscheidungsfindung einschließlich Profiling gemäß Artikel 22 Absatz 1 und 4 DSGVO und – zumindest in diesen Fällen – aussagekräftige Informationen über die involvierte Logik sowie die Tragweite und die angestrebten Auswirkungen einer derartigen Verarbeitung für die betroffene Person.
Den Nutzenden steht das Recht zu, Auskunft darüber zu verlangen, ob die sie betreffenden personenbezogenen Daten in ein Drittland oder an eine internationale Organisation übermittelt werden. In diesem Zusammenhang können sie verlangen, über die geeigneten Garantien gemäß Artikel 46 DSGVO im Zusammenhang mit der Übermittlung unterrichtet zu werden.
Dieses Auskunftsrecht kann insoweit beschränkt werden, als es voraussichtlich die Verwirklichung der Forschungs- oder Statistikzwecke unmöglich macht oder ernsthaft beeinträchtigt und die Beschränkung für die Erfüllung der Forschungs- oder Statistikzwecke notwendig ist.
2. Recht auf Berichtigung
Nutzende haben ein Recht auf Berichtigung und/oder Vervollständigung gegenüber dem Verantwortlichen, sofern die verarbeiteten personenbezogenen Daten, die sie betreffen, unrichtig oder unvollständig sind. Der Verantwortliche hat die Berichtigung unverzüglich vorzunehmen.
Das Recht auf Berichtigung kann insoweit beschränkt werden, als es voraussichtlich die Verwirklichung der Forschungs- oder Statistikzwecke unmöglich macht oder ernsthaft beeinträchtigt und die Beschränkung für die Erfüllung der Forschungs- oder Statistikzwecke notwendig ist.
3. Recht auf Einschränkung der Verarbeitung
Unter den folgenden Voraussetzungen können Nutzende die Einschränkung der Verarbeitung der sie betreffenden personenbezogenen Daten verlangen:
- wenn Nutzende die Richtigkeit der sie betreffenden personenbezogenen für eine Dauer bestreiten, die es dem Verantwortlichen ermöglicht, die Richtigkeit der personenbezogenen Daten zu überprüfen;
- die Verarbeitung unrechtmäßig ist und sie die Löschung der personenbezogenen Daten ablehnen und stattdessen die Einschränkung der Nutzung der personenbezogenen Daten verlangen;
- der Verantwortliche die personenbezogenen Daten für die Zwecke der Verarbeitung nicht länger benötigt, die Nutzenden diese jedoch zur Geltendmachung, Ausübung oder Verteidigung von Rechtsansprüchen benötigen, oder
- wenn Nutzende Widerspruch gegen die Verarbeitung gemäß Artikel 21 Absatz 1 DSGVO eingelegt haben und noch nicht feststeht, ob die berechtigten Gründe des Verantwortlichen gegenüber ihren Gründen überwiegen.
Wurde die Verarbeitung der die Nutzenden betreffenden personenbezogenen Daten eingeschränkt, dürfen diese Daten – von ihrer Speicherung abgesehen – nur mit Einwilligung der Nutzenden oder zur Geltendmachung, Ausübung oder Verteidigung von Rechtsansprüchen oder zum Schutz der Rechte einer anderen natürlichen oder juristischen Person oder aus Gründen eines wichtigen öffentlichen Interesses der Union oder eines Mitgliedstaats verarbeitet werden.
Wurde die Einschränkung der Verarbeitung nach den oben genannten Voraussetzungen eingeschränkt, werden Nutzende von dem Verantwortlichen unterrichtet bevor die Einschränkung aufgehoben wird.
Das Recht der Nutzenden auf Einschränkung der Verarbeitung kann seinerseits insoweit beschränkt werden, als es voraussichtlich die Verwirklichung der Forschungs- oder Statistikzwecke unmöglich macht oder ernsthaft beeinträchtigt und die Beschränkung für die Erfüllung der Forschungs- oder Statistikzwecke notwendig ist.
4. Recht auf Löschung
a.) Recht auf Löschung
Nutzende können von dem Verantwortlichen verlangen, dass die sie betreffenden personenbezogenen Daten unverzüglich gelöscht werden, und der Verantwortliche ist verpflichtet, diese Daten unverzüglich zu löschen, sofern einer der folgenden Gründe zutrifft:
- Die Nutzende betreffenden personenbezogenen Daten sind für die Zwecke, für die sie erhoben oder auf sonstige Weise verarbeitet wurden, nicht mehr notwendig.
- Nutzende widerrufen ihre Einwilligung, auf die sich die Verarbeitung gemäß Artikel 6 Absatz 1 Buchstabe a oder Artikel 9 Absatz 2 Buchstabe a DSGVO stützte, und es fehlt an einer anderweitigen Rechtsgrundlage für die Verarbeitung.
- Nutzende legen gemäß Artikel 21 Absatz 1 DSGVO Widerspruch gegen die Verarbeitung ein und es liegen keine vorrangigen berechtigten Gründe für die Verarbeitung vor, oder sie legen gemäß Artikel 21 Absatz 2 DSGVO Widerspruch gegen die Verarbeitung ein.
- Die Nutzende betreffenden personenbezogenen Daten wurden unrechtmäßig verarbeitet.
- Die Löschung der Nutzende betreffenden personenbezogenen Daten ist zur Erfüllung einer rechtlichen Verpflichtung nach dem Unionsrecht oder dem Recht der Mitgliedstaaten erforderlich, dem der Verantwortliche unterliegt.
- Die Nutzende betreffenden personenbezogenen Daten wurden in Bezug auf angebotene Dienste der Informationsgesellschaft gemäß Artikel 8 Absatz 1 DSGVO erhoben.
b.) Information an Dritte
Hat der Verantwortliche die Nutzende betreffenden personenbezogenen Daten öffentlich gemacht und ist er gemäß Artikel 17 Absatz 1 DSGVO zu deren Löschung verpflichtet, so trifft er unter Berücksichtigung der verfügbaren Technologie und der Implementierungskosten angemessene Maßnahmen, auch technischer Art, um für die Datenverarbeitung Verantwortliche, welche die personenbezogenen Daten verarbeiten, darüber zu informieren, dass Nutzende als betroffene Person von ihnen die Löschung aller Links zu diesen personenbezogenen Daten oder von Kopien oder Replikationen dieser personenbezogenen Daten verlangt haben.
c.) Ausnahmen
Das Recht auf Löschung besteht nicht, soweit die Verarbeitung erforderlich ist
- zur Ausübung des Rechts auf freie Meinungsäußerung und Information;
- zur Erfüllung einer rechtlichen Verpflichtung, die die Verarbeitung nach dem Recht der Union oder der Mitgliedstaaten, dem der Verantwortliche unterliegt, erfordert, oder zur Wahrnehmung einer Aufgabe, die im öffentlichen Interesse liegt oder in Ausübung öffentlicher Gewalt erfolgt, die dem Verantwortlichen übertragen wurde;
- aus Gründen des öffentlichen Interesses im Bereich der öffentlichen Gesundheit gemäß Artikel 9 Absatz 2 Buchstabe h und i sowie Artikel 9 Absatz 3 DSGVO;
- für im öffentlichen Interesse liegende Archivzwecke, wissenschaftliche oder historische Forschungszwecke oder für statistische Zwecke gemäß Artikel 89 Absatz 1 DSGVO, soweit das unter Abschnitt a) genannte Recht voraussichtlich die Verwirklichung der Ziele dieser Verarbeitung unmöglich macht oder ernsthaft beeinträchtigt, oder
- zur Geltendmachung, Ausübung oder Verteidigung von Rechtsansprüchen.
5. Recht auf Unterrichtung
Haben Nutzende das Recht auf Berichtigung, Löschung oder Einschränkung der Verarbeitung gegenüber dem Verantwortlichen geltend gemacht, ist dieser verpflichtet, allen Empfängern, denen die sie betreffenden personenbezogenen Daten offengelegt wurden, diese Berichtigung oder Löschung der Daten oder Einschränkung der Verarbeitung mitzuteilen, es sei denn, dies erweist sich als unmöglich oder ist mit einem unverhältnismäßigen Aufwand verbunden. Nutzenden steht gegenüber dem Verantwortlichen das Recht zu, über diese Empfänger unterrichtet zu werden.
6. Recht auf Datenübertragbarkeit
Die Nutzenden haben das Recht, die sie betreffenden personenbezogenen Daten, die sie dem Verantwortlichen bereitgestellt haben, in einem strukturierten, gängigen und maschinenlesbaren Format zu erhalten. Außerdem haben die Nutzenden das Recht diese Daten einem anderen Verantwortlichen ohne Behinderung durch den Verantwortlichen, dem die personenbezogenen Daten bereitgestellt wurden, zu übermitteln, sofern
- die Verarbeitung auf einer Einwilligung gemäß Artikel 6 Absatz 1 Buchstabe a DSGVO oder Artikel 9 Absatz 2 Buchstabe a DSGVO oder auf einem Vertrag gemäß Artikel 6 Absatz 1 Buchstabe b DSGVO beruht und
- die Verarbeitung mithilfe automatisierter Verfahren erfolgt.
In Ausübung dieses Rechts haben Nutzende ferner das Recht, zu erwirken, dass die sie betreffenden personenbezogenen Daten direkt von einem Verantwortlichen einem anderen Verantwortlichen übermittelt werden, soweit dies technisch machbar ist. Freiheiten und Rechte anderer Personen dürfen hierdurch nicht beeinträchtigt werden. Das Recht auf Datenübertragbarkeit gilt nicht für eine Verarbeitung personenbezogener Daten, die für die Wahrnehmung einer Aufgabe erforderlich ist, die im öffentlichen Interesse liegt oder in Ausübung öffentlicher Gewalt erfolgt, die dem Verantwortlichen übertragen wurde.
7. Widerspruchsrecht
Nutzende haben das Recht, aus Gründen, die sich aus ihrer besonderen Situation ergeben, jederzeit gegen die Verarbeitung der sie betreffenden personenbezogenen Daten, die aufgrund von Artikel 6 Absatz 1 Buchstabe e DSGVO erfolgt, Widerspruch einzulegen; dies gilt auch für ein auf diese Bestimmungen gestütztes Profiling.
Der Verantwortliche verarbeitet die Nutzende betreffenden personenbezogenen Daten nicht mehr, es sei denn, er kann zwingende schutzwürdige Gründe für die Verarbeitung nachweisen, die ihre Interessen, Rechte und Freiheiten überwiegen, oder die Verarbeitung dient der Geltendmachung, Ausübung oder Verteidigung von Rechtsansprüchen.
Nutzende haben die Möglichkeit, im Zusammenhang mit der Nutzung von Diensten der Informationsgesellschaft – ungeachtet der Richtlinie 2002/58/EG – ihr Widerspruchsrecht mittels automatisierter Verfahren auszuüben, bei denen technische Spezifikationen verwendet werden.
Nutzende haben auch das Recht, aus Gründen, die sich aus ihrer besonderen Situation ergeben, bei der Verarbeitung sie betreffender personenbezogener Daten, die zu wissenschaftlichen oder historischen Forschungszwecken oder zu statistischen Zwecken gemäß Artikel 89 Absatz 1 DSGVO erfolgt, dieser zu widersprechen.
Das Widerspruchsrecht der Nutzenden kann insoweit beschränkt werden, als es voraussichtlich die Verwirklichung der Forschungs- oder Statistikzwecke unmöglich macht oder ernsthaft beeinträchtigt und die Beschränkung für die Erfüllung der Forschungs- oder Statistikzwecke notwendig ist.
8. Recht auf Widerruf der datenschutzrechtlichen Einwilligungserklärung
Nutzende haben das Recht, ihre datenschutzrechtliche Einwilligungserklärung jederzeit zu widerrufen. Durch den Widerruf der Einwilligung wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund der Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt.
9. Automatisierte Entscheidung im Einzelfall einschließlich Profiling
Nutzende haben das Recht, nicht einer ausschließlich auf einer automatisierten Verarbeitung – einschließlich Profiling – beruhenden Entscheidung unterworfen zu werden, die ihnen gegenüber rechtliche Wirkung entfaltet oder sie in ähnlicher Weise erheblich beeinträchtigt. Dies gilt nicht, wenn die Entscheidung
- für den Abschluss oder die Erfüllung eines Vertrags zwischen den Nutzenden und dem Verantwortlichen erforderlich ist,
- aufgrund von Rechtsvorschriften der Union oder der Mitgliedstaaten, denen der Verantwortliche unterliegt, zulässig ist und diese Rechtsvorschriften angemessene Maßnahmen zur Wahrung der Rechte und Freiheiten von Nutzenden sowie ihrer berechtigten Interessen enthalten oder
- mit der ausdrücklichen Einwilligung der Nutzenden erfolgt.
Allerdings dürfen diese Entscheidungen nicht auf besonderen Kategorien personenbezogener Daten nach Artikel 9 Absatz 1 DSGVO beruhen, sofern nicht Artikel 9 Absatz 2 Buchstabe a oder g DSGVO gilt und angemessene Maßnahmen zum Schutz der Rechte und Freiheiten sowie der berechtigten Interessen der Nutzenden getroffen wurden.
Hinsichtlich der in a) und c) genannten Fälle trifft der Verantwortliche angemessene Maßnahmen, um die Rechte und Freiheiten sowie die berechtigten Interessen der Nutzenden zu wahren, wozu mindestens das Recht auf Erwirkung des Eingreifens einer Person seitens des Verantwortlichen, auf Darlegung des eigenen Standpunkts und auf Anfechtung der Entscheidung gehört.
10. Recht auf Beschwerde bei einer Aufsichtsbehörde
Unbeschadet eines anderweitigen verwaltungsrechtlichen oder gerichtlichen Rechtsbehelfs steht Nutzenden das Recht auf Beschwerde bei einer Aufsichtsbehörde, insbesondere in dem Mitgliedstaat ihres Aufenthaltsorts, ihres Arbeitsplatzes oder des Orts des mutmaßlichen Verstoßes zu, wenn sie der Ansicht sind, dass die Verarbeitung der sie betreffenden personenbezogenen Daten gegen die DSGVO verstößt.
Die Aufsichtsbehörde, bei der die Beschwerde eingereicht wurde, unterrichtet den Beschwerdeführer über den Stand und die Ergebnisse der Beschwerde einschließlich der Möglichkeit eines gerichtlichen Rechtsbehelfs nach Artikel 78 DSGVO.
Die für das BfArM zuständige Aufsichtsbehörde ist die Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit. Informationen sowie Kontaktmöglichkeiten finden Sie auf der BfDI-Website: https://www.bfdi.bund.de.